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Qualität Trinkwasser

30. Juni 2020

Die Trinkwasserressourcen unseres Kantons weisen vielfach eine bezüglich Chlorothalonil-Rückständen mangelhafte Qualität auf. Der Qualitätsmangel ist nicht mit einer Gesundheits­gefährdung verbunden. Das Trinkwasser ist ohne Einschränkungen zum Trinken und zur Lebensmittelherstellung geeignet. Die derzeit in weiten Teilen der Schweiz aktuelle Diskussion über Pflanzenschutzmittelrückstände im Trinkwasser betrifft auch Schafisheim. Das Trinkwasser wird regelmässig durch die kantonale Lebensmittelkontrolle untersucht. Die Resultate der Mikrobiologischen Untersuchung vom 11. Juni 2020 liegen vor. Der Wert des Pflanzen­schutzmittels Chlorothalonilsulfonsäure ergab einen Wert von 0.042 µg/l bei einem Höchstwert von 0.10 µg/l. Beim Chlorothalonil-Metaboliten R471811 liegt der Wert mit 0.52 µg/l über dem Höchstwert von 0.10 µg/l. Alle anderen Resultate zeigen einwandfreie Befunde.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) teilt mit Schreiben vom 30. Januar 2020 folgendes mit: An das Schweizer Trinkwasser werden sehr hohe Ansprüche gestellt. Eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung aufgrund der Chlorothalonilsulfonsäure und der Chlorothalonil-Metaboliten besteht nicht - Konsumentinnen und Konsumenten können das Trinkwasser weiterhin konsumieren. Das Verbot des Einsatzes von Chlorothalonil wird zu einem Rückgang der Konzentrationen im Grundwasser führen. Im Sommer 2020 wird das BLV eine erste Bilanz ziehen und die Weisung überprüfen. Zum aktuellen Zeitpunkt kann die Wasserversorgung nicht mit geeigneten Massnahmen zur Verbesserung der Situation beitragen.

Das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Aargau informiert mit Brief vom 3. Februar 2020: Chlorothalonil durchläuft im Boden zahlreiche Abbauschritte und es entsteht der Chlorothalonil-Metabolit R471811. Sie wurde toxikologisch umfangreiche überprüft und als nicht krebserregend eingestuft. Trotz des zu erwartenden häufigen Nachweises von R471811 bleibt das Aargauer Trinkwasser ein sicheres Lebensmittel. Es kann ohne Einschränkungen konsumiert werden.

Das im Grundwasserpumpwerk Länzert geförderte Wasser wird nicht behandelt. Das Wasser der Quellen Binzen und Lotten wird vor dem Einlauf in die Reservoire mit dem Aufbereitungs­verfahren der UV-Desinfektion behandelt.

Der Nitratgehalt beträgt 24.3 mg/l bei einem Höchstwert von 40 mg/l. Die Gesamthärte des Trinkwassers in unserer Gemeinde ist mit einem Wert von über 25 als hart zu bezeichnen.